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Ja und Nein sind gleichermaßen wertvoll

  • Autorenbild: Birgit Krückeberg
    Birgit Krückeberg
  • 6. Aug.
  • 3 Min. Lesezeit

Fällt es dir leicht, Nein zu sagen? Den meisten Menschen, die zu mir in die Praxis kommen, fällt genau das schwer. Sie sagen Ja, obwohl sie längst erschöpft sind. Sie sagen Ja, weil sie Angst haben, jemanden zu enttäuschen. Sie sagen Ja, und merken erst später, wie viel sie sich damit selbst weggenommen haben.

Dabei sind Ja und Nein keine Gegensätze, bei denen das eine gut und das andere schlecht ist. Beide gehören zusammen, wie zwei Seiten derselben Münze.



Jedes Ja hat ein Nein im Gepäck

Du hast nur eine begrenzte Menge an Zeit, Kraft und Aufmerksamkeit zur Verfügung. Sagst du zu etwas Ja, sagst du damit automatisch zu etwas anderem Nein, auch wenn du es nicht aussprichst. Sagst du Ja zu einem zusätzlichen Termin, sagst du vielleicht Nein zu einem ruhigen Abend. Sagst du Ja zu den Erwartungen anderer, sagst du Nein zu deinen eigenen Bedürfnissen. Dieses stille Nein wird selten bemerkt, wirkt aber trotzdem.


Warum uns das Nein so schwerfällt

Viele von uns haben früh gelernt, dass ein Nein anecken kann, dass es jemanden enttäuscht oder Konflikt bedeutet. Also lernen wir, lieber Ja zu sagen, auch wenn sich innerlich alles dagegen sträubt. Auf Dauer zahlt sich das nicht aus. Wer sich selbst ständig hintenanstellt, verliert irgendwann den Kontakt zu dem, was er eigentlich will und braucht.


Ein Nein als Ausdruck von Selbstachtung

Ich lade dich ein, ein Nein einmal nicht als Ablehnung zu betrachten, sondern als eine Form von Selbstachtung. Ein Nein zu einer zusätzlichen Aufgabe kann ein Ja zu deiner Erholung sein. Ein Nein zu einer Beziehung, die dir nicht guttut, kann ein Ja zu deiner Würde sein. In diesem Sinn ist ein klares Nein manchmal das großzügigste Geschenk, das du dir selbst machen kannst.


Wenn die Entscheidung zu lange offenbleibt

Besonders schwierig wird es, wenn wir uns weder für ein klares Ja noch für ein klares Nein entscheiden, sondern die Entscheidung vor uns herschieben. Diese Unentschlossenheit fühlt sich oft sicherer an als eine klare Position, kostet aber auf Dauer mehr Kraft als jede Entscheidung selbst. Andere warten, spüren die Unsicherheit, und am Ende sind häufig alle Seiten unzufrieden, du eingeschlossen.



Fragen, die mir dazu oft gestellt werden

  • Wie erkenne ich, ob ein Nein wirklich richtig ist? Oft hilft es, in den Körper zu spüren: Zieht sich etwas zusammen oder fühlst du dich erleichtert, wenn du an das Nein denkst?

  • Was, wenn mein Nein jemanden enttäuscht? Enttäuschung gehört zum Leben dazu und ist kein Beweis dafür, dass dein Nein falsch war.

  • Muss ich mein Nein immer begründen? Nein, ein Nein darf auch ohne lange Erklärung stehen bleiben.

  • Kann man Grenzenziehen lernen, auch wenn es einem schwerfällt? Ja, das ist etwas, das sich mit der Zeit und der richtigen Unterstützung entwickeln lässt.


Was mir in meiner Arbeit dazu wichtig ist

Ich begleite Menschen oft genau an diesem Punkt: dabei, wieder zu spüren, was sie wirklich wollen, und den Mut zu finden, das auch auszusprechen, selbst wenn es ein Nein ist. Das ist kein egoistischer Akt, es ist die Grundlage dafür, dass ein Ja überhaupt noch etwas wert ist.


Wenn dich dieser Gedanke gerade anspricht

Vielleicht trägst du gerade eine Entscheidung mit dir herum, die du dir selbst noch nicht erlaubt hast zu treffen. Auf meiner Webseite erfährst du mehr über meine Arbeit und wie eine Begleitung bei mir aussehen kann, gerade auch bei Themen wie diesem.


Du musst nicht zu allem Ja sagen, um ein guter Mensch zu sein. Manchmal ist der ehrlichste Weg, für andere da zu sein, erst einmal ehrlich zu dir selbst zu sein und Nein zu sagen, wenn ein Nein gemeint ist.


Bis bald

Deine Birgit 🌻

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