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Glaube oder Spiritualität?

vor 2 Tagen
2 Min. Lesezeit

Bist du gläubig oder eher spirituell unterwegs? Diese Frage höre ich oft, meist mit einem kleinen Zögern davor, so als müsste man sich für eine Schublade entscheiden. Dabei schließt das eine das andere nicht aus, und beides schließt auch nicht aus, dass du mit gar keinem Etikett etwas anfangen kannst.


Ich erlebe in meiner Praxis Menschen aus ganz unterschiedlichen Richtungen: Menschen mit einem festen religiösen Zuhause, Menschen, die sich bewusst von einer Kirche abgewandt haben, und Menschen, die einfach spüren, dass es mehr gibt, als sich messen lässt, ohne dafür ein Wort zu haben. Für meine Arbeit macht das wenig Unterschied.




Der Unterschied zwischen Glauben und Erfahren

Glaube braucht oft eine Entscheidung, ein Bekenntnis, manchmal eine Gemeinschaft, die ihn trägt. Spiritualität, so wie ich sie verstehe, braucht das nicht zwingend. Sie beginnt dort, wo du etwas erlebst, das größer ist als dein Verstand es sofort erklären kann: ein Moment tiefer Verbundenheit, ein Gefühl von Führung in einer schwierigen Zeit, eine Ahnung, die sich später als richtig herausstellt.


Du musst diese Erfahrungen keiner Religion zuordnen, damit sie zählen. Es reicht, sie ernst zu nehmen.


Warum diese Frage in der Therapie überhaupt eine Rolle spielt

Viele Menschen trennen ihr inneres Leben in zwei Schubladen: Hier die Psyche, die man in der Therapie bearbeitet, dort der Glaube oder die Spiritualität, die man für sich behält, weil man Sorge hat, belächelt oder bewertet zu werden. Dabei gehört beides zusammen. Deine Werte, deine Vorstellung vom Sinn deines Lebens, deine Beziehung zu etwas Größerem, all das prägt, wie du mit Krisen umgehst und wie du Heilung überhaupt definierst.

In meiner Arbeit darf dieser Teil von dir mit an den Tisch, ganz gleich, wie er sich nennt.


Fragen, die mir dazu oft gestellt werden

  • Muss ich an Reinkarnation glauben, um bei dir Therapie zu machen? Nein, meine Methoden stehen für sich, du entscheidest selbst, welchen Rahmen du für dich brauchst.

  • Was, wenn ich konfessionslos bin? Das ist völlig in Ordnung, viele Menschen in meiner Praxis sind es.

  • Was, wenn meine Familie anders glaubt als ich? Auch das darf besprochen werden, ohne dass eine Seite recht haben muss.

  • Ist Spiritualität nicht einfach Ausweichen vor der Realität? Im Gegenteil, für viele ist sie der Rahmen, der ihnen erst erlaubt, sich der Realität wirklich zu stellen.


Was ich in dieser Frage für mich mitgenommen habe

Je länger ich mit Menschen arbeite, desto weniger interessiert mich das Etikett, unter dem jemand seine Erfahrungen ordnet. Mich interessiert, was ihn trägt, wenn es schwer wird, und was ihm zeigt, dass sein Leben Bedeutung hat. Manchmal ist das ein Gebet. Manchmal ein Waldspaziergang. Manchmal ein Gefühl, das sich nicht erklären lässt und trotzdem völlig klar ist.


Wenn dich diese Frage selbst gerade beschäftigt

Vielleicht liest du das gerade, weil du selbst spürst, dass dein inneres Leben mehr Raum verdient hätte, als es im Alltag bekommt. Auf meiner Webseite erfährst du mehr über meine Arbeit und die Methoden, mit denen ich genau diesen Raum schaffe.

Du musst nicht wissen, wie du das nennst, was du in dir trägst, um damit ernst genommen zu werden. Es reicht, dass es da ist.


Bis bald

Deine Birgit ✨🙏🏼 ⛪️ ⛩️ 🕌 🕍 📿 🕋 🕉️

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