top of page

Trauer kennt kein Datum

13. Sept.
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 20. Sept.

Es gibt diesen stillen Druck, den viele Menschen nach einem Verlust spüren: die Erwartung, irgendwann wieder funktionieren zu müssen. Nach ein paar Wochen. Nach dem Jahrestag. Nach dem, was andere für angemessen halten. Dabei folgt Trauer keinem Zeitplan, den irgendjemand vorgeben könnte, auch nicht du selbst.


In meiner Arbeit begleite ich Menschen durch genau diese Zeit, ohne Erwartung, wie weit sie heute schon sein sollten.



Verlust trägt viele Gesichter

Wenn wir von Trauer sprechen, denken die meisten zuerst an den Tod eines Menschen. Doch Verlust zeigt sich in so vielen Formen, dass er oft gar nicht als solcher erkannt wird. Der Abschied von einem geliebten Tier. Das Ende einer Beziehung, die einmal alles bedeutet hat. Ein Zuhause, das aufgegeben werden musste. Die eigene Gesundheit, die sich verändert hat. Sogar eine Version von dir selbst, die es so nicht mehr gibt.


All das darf betrauert werden. Und all das verdient einen Raum, in dem es gesehen wird, statt mit einem "das wird schon wieder" heruntergespielt zu werden.


Warum Begleitung einen Unterschied macht

Trauer allein zu tragen fühlt sich oft schwerer an, als sie ohnehin schon ist. Nicht, weil dir Menschen um dich herum nichts geben könnten, sondern weil viele im eigenen Umfeld selbst nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen.

Man möchte nicht zur Last werden. Man spürt, dass das Gegenüber unsicher ist. Und irgendwann zieht man sich mit den eigenen Gefühlen zurück, obwohl genau das Gegenteil guttun würde.


In der Begleitung bei mir musst du auf niemanden Rücksicht nehmen. Es gibt keine Reaktion, die zu viel oder zu wenig ist. Du darfst einfach da sein, mit allem, was gerade da ist.



Was Menschen mich oft fragen

  • Ist es zu früh, wenn der Verlust erst wenige Tage zurückliegt oder womöglich noch bevorsteht? Nein, es gibt keinen zu frühen oder zu späten Zeitpunkt.

  • Ist es zu spät, wenn der Verlust schon Jahre zurückliegt? Auch nicht, manche Trauer meldet sich erst mit deutlichem Abstand.

  • Muss ich schon wissen, was ich sagen möchte? Nein, auch Schweigen hat in einer Sitzung seinen Platz.

  • Gilt das nur für den Verlust eines Menschen? Nein, jede Form von Verlust darf hier ihren Raum bekommen.


Was mir in dieser Arbeit besonders wichtig ist

Ich verstehe Trauer nicht als etwas, das behoben werden muss, sondern als etwas, das gelebt werden möchte. Meine Aufgabe ist es nicht, dich schneller da hindurchzuführen, wo andere dich gerne sähen. Meine Aufgabe ist es, an deiner Seite zu bleiben, in deinem Tempo, mit deinen Bildern, deinen Erinnerungen und deinen Fragen, egal wie lange das dauert.



Wenn du gerade an jemanden oder etwas denkst

Vielleicht ist dir beim Lesen ein Name, ein Gesicht oder eine Situation eingefallen. Wenn das so ist, muss das kein Zufall sein. Auf meiner Webseite erfährst du mehr darüber, wie eine Trauerbegleitung bei mir aussieht und wie du den ersten Kontakt aufnehmen kannst.


Du musst deine Trauer nicht allein tragen. Auch nicht, wenn es niemand von dir verlangt oder dir erlaubt hat, Hilfe zu suchen. Manchmal ist der erste Schritt, sie nicht mehr allein zu tragen.


Bis bald

Deine Birgit 🌹

Kommentare


bottom of page