Costa Rica 🇨🇷 - sicher ist sicher…. oder etwa nicht?? 😳
- Birgit Krückeberg
- 12. Juli
- 5 Min. Lesezeit

Costa Rica rückt nur deshalb auf unseren Plan, weil wir es etwas weniger aufregend haben wollen. Kolumbien war schön, doch das ständige Aufpassen-Müssen, das dauerhafte Gefühl, potenziell überfallen zu werden – das war uns zum Ende unserer Reise einfach zu anstrengend. Auch wenn Costa Rica als eines der teureren Ländern oder womöglich das teuerste Land in Mittel- und Südamerika gilt, uns ist ein gewisses Maß an Sicherheit einfach wichtig.
Deshalb: Augen zu und durch – und dafür nochmal ein paar entspannte Tage bei Sonne, Strand und Meer 🇨🇷🌴⛱️☀️😎
Tja… und dann kommt es doch anders als erwartet. Ganz anders. Und trotzdem ist es schön 😊
Kaum in San José angekommen, bekommen wir gleich einen ersten Realitäts-Check in Sachen Sicherheit: Unser UBER-Fahrer, der uns vom Flughafen zur Unterkunft bringt, warnt – „geht heute besser nicht mehr auf die Straße. Das hier ist kein sicheres Viertel. Viel zu gefährlich um diese Zeit“ - 😳 - Na prima!
Dann sehen wir unsere Unterkunft – gesichert wie Fort Knox. Das ist zwar irgendwie beruhigend für uns und unsere Sachen, doch es macht uns gleich noch einmal stutzig.
Und als wir danach noch einmal extra recherchieren, wird schnell klar: teuer bleibt, nur sicher klappt dann doch nicht 🤷🏻♀️😏

Wir könnten es erst einmal gelassen nehmen. Bei Ecuador hieß es auch es sei überdurchschnittlich gefährlich und war dann viel ruhiger als erwartet. Doch unser mulmiges Bauchgefühl will uns hier und heute irgendwie keine Ruhe lassen.
Trotzdem bleiben wir erst einmal bei unserem Plan: Morgen, in aller Früh fahren wir von San José an die Karibikküste weiter nach Puerto Viejo. Je länger wir allerdings recherchieren, umso klarer wird uns, dass es dort mindestens genauso „unentspannt“ ist wie hier.
Natürlich haben wir uns vorher über den Ort schlau gemacht, doch scheinbar nicht detailliert genug 🤷🏻♀️😏. Und jetzt fangen wir allmählich an, mit unserer Entscheidung zu hadern und zu zweifeln.
Doch keine Sorge - es kommt, wie es kommen soll.
Mathias hat diese Nacht schlecht geschlafen und hat wohl irgendwie schon im Gespür, dass noch etwas geschieht. So bekommt er kurz vor der Abfahrt, um 6 Uhr morgens, prompt die Info: die gebuchte Busfahrt fällt aus! Und andere Busse fahren heute auch nicht mehr dorthin 😳
Will uns das etwas sagen? Nur halbherzig prüfen wir die Alternativen, denn unsere innere Stimme wird immer lauter und sträubt sich immer mehr, an die Karibikküste zu fahren. Die einzige Alternative um heute noch nach Puerto Viejo zu kommen wäre eine etwa 250 Euro teure Privatfahrt.
Auf gar keinen Fall machen wir das! Diese ganze Verkettung, in Kombination mit unserem unguten Bauchgefühl, das ist ja wohl ein eindeutiger Hinweis von „oberster Stelle“ - da sollen wir einfach nicht hin. Wir schauen uns nur kurz an und sind sofort einig. Und so stellen wir spontan mal wieder alles auf den Kopf 🙃
Heute geht hier nichts mehr. Deshalb buchen wir eine andere Unterkunft in San José, jedoch in einem anderen, für uns geeigneteren Viertel. Und dann kommt die eigentliche Planänderung. Wir entscheiden uns, nicht an die Karibikküste 🏝️ zu fahren, sondern schlagen die entgegengesetzte Richtung ein und buchen eine Fahrt und Unterkunft an der Pazifikküste 🌊.

Schon bei der Fahrt dorthin fühlt es sich im Bauch wieder gut und richtig an. Die Menschen an denen wir vorbeifahren wirken entspannter. Die Landschaft wird immer grüner und schöner. Und das ganze Drumherum wird einfach wieder angenehm.
Unser Ziel ist Tamarindo, ein kleines touristisches Städtchen indem wir 9 Tage verbringen. Im gebuchten Gästehaus finden wir die nötige Ruhe und ausreichend Zeit für die Reise-Endspurt-Organisation und die immer wichtiger werdende Frage, wo finden wir eine Bleibe für unsere Rückkehr nach Deutschland.
Das Gästehaus mit seinem hübschen Garten und dem kleinen Pool, sind einfach toll.
Wir fühlen uns gut und sicher aufgehoben und rund herum wohl.
Der Strand ist groß, sauber und relativ leer, das Wasser flach und warm - was wollen wir mehr.
Costa Rica ist hier in Tamarindo beschaulich und hübsch. Flora und Fauna sind abwechslungsreich, bunt und musikalisch. Die Bäume, Blumen und Gärten sind wunderschön. Viele unterschiedliche Vögel trällern tagsüber ganz ungewohnte Melodien und geben bereitwillig kleine Konzerte. In sicherer Entfernung faulenzen ein paar Affen in der Baumkrone. Und vor unserem Balkon turnen kleine und ein mittelprächtige Leguane herum. Die Ticos (m) und Ticas (w), so werden liebevoll die Costaricaner genannt, wie auch die Mitarbeiter des Gästehauses sind überaus freundlich. So können wir es hier wirklich mehr als gut aushalten.
Dass gerade Regenzeit ist, das merken wir nur, weil von den täglich 10 Stunden Tageslicht, nur etwa 9 Stunden lang die Sonne scheint ☀️ und es ist mit 23 Grad in der Nacht und 31 Grad über den Tag 🌡️, nicht ganz so warm.
Dem Universum und unserem Bauchgefühl ein herzliches Dankeschön 🙏🏼✨
Es hat uns in den vergangenen 11 Monaten so gut und sicher durch die inzwischen 14 Länder geleitet. Und wir hoffen, es wird uns in den verbleibenden Wochen, bis wir wieder nach Hause kommen, auch weiterhin so wohlwollend und beschützend begleiten.
Apropos nach Hause kommen. Wo ist das überhaupt? Gerade haben wir ja keines. Und die Zeit unserer Reise ist fast zu Ende.
Es war uns bei der Abreise schon klar, dass es herausfordernd wird, nach unserer Rückkehr den richtigen Platz zu finden. Doch wie sehr sich die Wohnungssituation in diesen 11 Monaten verändert, damit hatten wir ehrlicherweise so nicht gerechnet. Seit über einem halben Jahr schauen wir regelmäßig in die Ausschreibungen des heimischen Wohnungsmarktes, von meiner Heimat in Baden, über NRW, bis zu Mathias' Heimat im Münsterland. Davon abgesehen, dass es kaum verfügbaren Wohnraum gibt, ist das restliche Angebot entweder nicht geeignet oder unbezahlbar.
Momentan ist es auf Reisen deutlich günstiger als zu Hause, was für eine Ironie 😳
Und trotzdem wollen wir gerne wieder zurück. So gut uns das Reisen auch gefällt, so sehr vermissen wir euch 🥰
Und dann bleibt ja auch immer noch die Frage: WO?
Am liebsten wären wir beide in der Nähe all unsere Lieben. Doch bei einer Verteilung auf 500km Distanz, wie soll das nur gehen?? 😟
Darüber rauchen unsere Köpfe ja schon seit Jahren und auch wenn wir es uns gewünscht haben, das ist auch durch dieses eine Jahr nicht leichter geworden.
Wenn unsere Suche allerdings so weitergeht, dann entscheidet wohl der Wohnungsmarkt wo WO ist. Denn eine große Auswahl ist derzeit leider Fehlanzeige 😣
Heute denken wir ausnahmsweise mal nicht an morgen. Heute feiern wir Mathias’ Geburtstag 🎂 🥳🎁.
Es ist so süß, er wird von den Mädels des Gästehauses herzlich beschenkt 🥰🙏🏼
Bis zum 15. Juli genießen und nutzen wir die Zeit noch hier in Costa Rica. Dann verlassen wir Mittelamerika. Wohin es dann geht?
Das erzählen wir euch im nächsten Bericht - lasst euch überraschen 😊
Fazit der Tage: Manchmal kommt es anders als man denkt. Und ganz besonders dann sind wir dankbar für die gute „Führung“ und das Vertrauen in unsere Intuition.
Buen Camino - wir freuen uns auf euch 🤩
Ergänzend zum obigen Was & Wo:
Wir sind so froh und dankbar für eure tolle Unterstützung in den vergangenen Monaten
EINEN GANZ HERZLICHEN DANK DAFÜR 💚 🙏🏼
Wer noch eine weitere Idee hat, was zu uns passen könnte, gerne melden 🥰
Fürs Erste wäre eine Unterkunft auf Zeit perfekt, durch die wir etwa 1-3 Monate Gelegenheit bekommen, etwas langfristiges und endgültiges zu finden. Denn es ist für uns wichtig, dass wir den Ort an dem wir künftig leben und arbeiten werden, persönlich ansehen, begehen und hineinspüren können. Sowohl in die Räume, als auch das Drumherum.
Wer etwas ansprechendes und zu uns passendes für kurz- oder langfristig hat oder kennt, lasst es uns gerne wissen 🙏🏼😊
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag lieber Mathias und herzliche Grüße 😘😘😘🌞🖐 Ruth
Mein Angebot steht, ihr seid herzlich willkommen bei mir 😘😘